Das Stadthaus oder das städtische Reihenhaus zeichnen sich trotz verdichteter Bauweise durch ein hohes Maß an Privatsphäre aus, da hier das Leben innerhalb der Stadt auf eigener Parzelle ermöglicht wird.

Um bei diesem Typus, der sich meist auf eher kleinen und schmalen Grundstücken befindet, jedoch einen Eigenheimcharakter zu schaffen, sind Terrassen sowie nutzbare Gartenanteile, Dachterrassen oder Dachgärten, großzügige Balkone oder Atrien unerlässlich.

Das Wohnen findet meist auf zwei bis drei Ebenen in geschlossener Blockrandbebauung oder als Häuserzeile statt. Das Stadthaus kann aber auch gerade im Alter durch die vielen Ebenen als problematisch angesehen werden. Ein von vornherein barrierefreies und vielleicht später ein als separat nutzbare Wohneinheit geplantes Erdgeschoss können dieser Situation vorbeugen. Im Stadthaus ist es sinnvoll, die „öffentlichen“ Nutzungen, wie Kochen, Wohnen und Essen, unten anzuordnen, damit kurze Wege zum Eingang ermöglicht werden und Lebensmittel und Getränke nicht in obere Geschosse getragen werden müssen. Da Wohnraum, Essplatz und Küche bei den meisten Haushalten in enger Verbindung mit dem vorhandenen Freibereichen stehen, die privaten Außenräume bei einem Stadthaus aber meist sehr begrenzt sind und Dachterrassen und Balkone die Funktion des Gartens übernehmen, kann auch überlegt werden, diese Nutzungen im oberen Hausbereich anzuordnen. 
Laut einer Umfrage von Weeber und Partner im Jahr 2004 (vgl. Weeber und Partner GmbH, Eigenheimqualitäten in der Stadt, 2004) haben bei den Stadthäusern vor allem die Lage, der Quartierscharakter und der Haustyp den Ausschlag gegeben. Gerade beim Reihenhaus kann die Bebauung häufig als zu wenig individuell empfunden werden und sich negativ auf die Auswahlentscheidung auswirken.