Als Büroimmobilien bzw. Gewerbeimmobilien gelten Gebäude, die vollständig oder zum überwiegenden Teil gewerblichen Zwecken dienen. Gewerbliche Zwecke definieren sich durch die gewerbliche Nutzung der Räume.

Laut Gesetzgeber ist dies bereits gegeben, wenn die dort ausgeführte Tätigkeit die Absicht verfolgt, finanzielle Gewinne zu erzielen. Selbstständige oder Freiberufler, die für sich ein kleines Büro benötigen, sind dementsprechend Mieter bzw. Besitzer einer Gewerbeimmobilie.

Büroimmobilien sind Arbeitsraum von knapp 15 Millionen Menschen in Deutschland und somit Produktionsstätten, die ein wichtiges Element der Wertschöpfung und der wirtschaftlichen Stärke der deutschen Volkswirtschaft bilden. Entsprechend bedeutend ist diese Art von Immobilie, die zugleich Produktionsfaktor und Arbeitsplatz ist, als Investitionsobjekt. Am Markt gibt es eine Vielfalt an Angeboten hin von einem kleinen und ausgestatteten Raum zu einem Hochhaus mit zahlreichen Etagen. Neben der für Büros typischen Ausstattung spielt insbesondere die Lage eine wichtige Rolle. Diese ist ein wesentlicher Indikator für den später aufgerufenen Miet- oder Kaufpreis. Die Suche nach Arbeitsfläche ist ein Engpass in der heutigen Wirtschaft geworden, weil immer mehr Freiberufler und Unternehmen nach vollständig ausgestatteten Büroräumen zur temporären Vermietung suchen. Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den Büroimmobilienmarkt haben wird, ist noch ungewiss. Einschätzungen legen nah, dass der Trend hin zum „Remote Working“ signifikante Auswirkungen auf den Bedarf an Büroflächen haben wird.

Die Bedeutung von Büroimmobilien verändert sich fortlaufend. Mit der stetig steigenden Nachfrage nach Flexibilität in Form von Home-Office und digitalen Nomadentum wird sich auch der Immobilienmarkt für Bürokomplexe nachhaltig verschieben. Für den Arbeitnehmer der Zukunft wird aller Voraussicht nach nicht entscheidend sein, ob die Arbeit vom Schreibtisch im Eigenheim oder aus den Büroimmobilien in Köln verrichtet wird. Wichtig ist in Hinsicht auf Büroimmobilien vor allem, dass die Ausstattung zeitgemäß ist und  ausreichend Spielraum für die Anpassung auf individuelle Bedürfnisse besteht. Die nur temporäre Nutzung steht dabei im Vordergrund. Das klassische Bild nur eines Unternehmens in einem Bürokomplex wird aufgeweicht. In sogenannten Coworking-Spaces teilen sich herkömmliche Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler die Büroarbeitsplätze. Dies wird insbesondere von Start-Ups genutzt, die aufgrund dieser geteilten Arbeitsplatzmodelle unternehmensübergreifend Wissen teilen und Kontakte knüpfen können. Neben der zunehmenden Unabhängigkeit vom Ort steigt zudem die Bedeutung, die der Ausstattung und den Rahmenbedingungen beigemessen werden. Ein schneller Internetanschluss ist häufig eine notwendige Bedingung, um eine Büroimmobilie attraktiv erscheinen zu lassen. Qualitativ hochwertige Büromöbel wie z.B. ergonomische Bürostühle oder höhenverstellbare Schreibtische sind für Arbeitnehmer zunehmend wichtigere Faktoren hinsichtlich der Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber. Ein energiesparendes Licht- und Luftsystem, gute Anbindungen und ein angenehmes Arbeitsumfeld stehen zudem auf der Wunschliste vieler Arbeitnehmer.