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Das Lexikon über Architektur mit zahlreichen Beiträgen (Beispiele): +++ 'Sparrendach', 'Standortanalyse', 'Stuttgarter Weißenhofsiedlung'

Sägeresthölzer ist ein Abfallprodukt, welches bei der Produktion in Sägewerken in Form von Sägespäne oder Rinden anfallen. Hieraus können kostengünstig Holzpellets zur Befeuerung von Pelletheizungen hergestellt werden.


Die Sakristei ist ein kleiner Nebenraum einer Kirche, der häufig in der Nähe des Chores angeordnet und von außen erschlossen werden kann. In der Sakristei werden priesterliche Geräte, Reliquien, Votivgaben und Ornate aufbewahrt.

Salzausblühungen sind Bauschäden, die vorwiegend bei Natursteinen und Mauerziegeln vorkommen. Sie entstehen dadurch, dass sich Salze, die  in Wasser lösen und mit der Feuchtigkeit ins Bauwerk wandern. 

Sanierputz ist ein poröser Werktrockenmörtel, der Schäden auf dem Mauerwerk saniert. Diese Schäden entstehen durch aufsteigende Feuchtigkeit wegen fehlender oder defekter Absperrschicht oder Dichtung, oder durch schädliche, aus dem Boden aufsteigende Salze im Sockelbereich.


Sanierung bedeutet im wesentlichen: wieder lebenswert machen; gesund machen. Für den Bereich Bauwesen die Wiederherstellung eines für Leib und Leben sicheren Zustandes eines Gebäudes. Ziel sollte es immer sein, die Schadensursachen zu beheben. Nicht zu verwechseln mit Modernisierung.


Schallabsorptionsgrad
: Der in einem Raum erzeugte Schall breitet sich als Luftschallwelle aus und trifft auf Raumbegrenzungsflächen, die den Schall z.T. absorbieren und z.T. reflektieren. Teppiche sind die einzigen Bodenbeläge , die eine ausreichende Schallabsorption luftgetragener Geräusche ermöglichen. Bei der raumakustischen Berechnung wird für den Teppichboden der geforderte Schallabsorptionsgrad festgelegt. Die Messung erfolgt in einem Hallraum durch Vergleich der Nachhallzeiten mit und ohne Belag. Die bauphysikalische Prüfung erfolgt nach DIN 52 212. (Schallschutz )


Schallbrücke ist die Bezeichnung für eine meist unerwünschte Weiterleitung von Schall. Sie entstehen durch Kontakt und/oder durch  starre Verbindungen von schwingungsübertragenden Bauteilen, wie Heizungsrohre, Wasserleitungen, Wänden, Fußböden und Decken. Vermeiden kann man Schallbrücken, indem man Schwingungsübertragende Bauteile , wie z.B eine Schraube mit Kunstoffdübeln und elastischer Unterlegscheibe einbaut. Die Durchtrittsöffnung von Rohrleitungen sollte so  groß sein, dass das  Rohr an keiner Stelle die Wand berührt. Den Spalt kann man mit dauerlastischem Material, wie Silikon verfüllen. 



Schalldämmung ist die Reduzierung des Schalls, indem Bauteile die Schallwellen reflektieren oder absorbieren. Je schwerer und steifer ein Baustoff ist, desto besser dämmt er den Schall. Gut schalldämmend sind daher Kalksandsteine, Vollziegel und Beton . Eher schlecht schalldämmend sind Porenbetonsteine und leichte Porenziegel. Ein zweischaliges Bauteil hat ebenfalls eine gute Schalldämmung, da Schallwellen absorbiert werden. Die richtige Ausführung, also die Verbindung der Bauteile ist dabei maßgebend. 

Schalldämpfer vermindern gezielt die Schallausbreitung in Rohrleitungen und Gebäudeauslässen für Gase, Dämpfe und Flüssigkeiten. Absorptions-Schalldämpfer bestehen in der Regel aus einem mit Schallschluckstoffen ausgekleideten Kanal, der das mediumführende Rohr ummantelt, wobei durch Reibungsverlust Schall in Wärme umgewandelt wird (Schalldämpfung). 

Mit Schallschutz bezeichnet man einerseits die Maßnahmen gegen die Schall­entstehung und andererseits die Maßnahmen, die die Schall­übertragung von einer Schallquelle zum Hörer vermindern.