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Das Lexikon über Architektur mit zahlreichen Beiträgen (Beispiele): +++ 'Natürliche Dämmstoffe', 'Neigungswinkel', 'Nichtständige Lasten'

Der Begriff Nachhaltigkeit spielt heutzutage eine große Rolle in der Architektur. Nachhaltigkeit in der Architektur beschreibt die Verwendung von nachwachsenden und wieder verwertbaren Materialien wie z.B. Holz von dem nur soviel verwendet wird, wie auf natürlichem Wege wieder nachwachsen kann. Auch Artenvielfalt und Klimaschutz sind wichtige Faktoren bei nachhaltiger Architektur. Durch die Nutzung von Solarenergie und / oder Geothermie kann auf erneuerbare Energien umgestellt werden um nachhaltige Energie zu verwenden.

 

 


Unter Nahwärmeversorgung versteht man im Gegensatz zur Fernwärmeversorgung ganzer Städte oder Stadtteile die Verteilung von Wärme im direkten Umfeld des Ortes der Energieerzeugung. Häufig eingesetzt werden hierfür sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW), die neben Wärme auch Strom liefern. Häufig ist die Nahwärmeversorgung in Mehrfamilienhäusern oder kleineren Siedlungen, aber auch im Gewerbebereich realisiert (Kraft-Wärme-Kopplung ).

Natürliche Dämmstoffe sind Matten, Vliese und Filze aus Schafwolle (U-Wert 0,040-0,045), Baumwolle (U-Wert 0,040) und Kokosfasern (U-Wert 0,045-0,050), Platten und Schüttungen aus Zellulose (U-Wert 0,040-0,045) und Kork (U-Wert 0,040-0,055).


Als Natursteine bezeichnet man natürlich vorkommendes Gestein aus verschiedenen Grundbestandteilen, z.B. Kalkstein, Dolomit oder Sandstein. Natursteine müssen zur  Verwendung im Bauwesen noch bearbeitet werden. Leider sind sie schlecht wärmedämmend.


Der Neigungswinkel ist der Winkel zwischen einer geneigten Empfangsebene (z.B. Dach ) und der Horizontalen. Je nach Breitengrad des Aufstellungsortes einer Solaranlage gibt es unterschiedlich optimale Neigungswinkel.


Neutralisation ist eine Reaktion zwischen Säure und Lauge, bei der Salz und Wasser entsteht. 


Nichtständige Lasten
ist eine aus der Tragwerkslehre stammende Bezeichnung und beschreibt die Verkehrslasten , Schneelasten , Windlasten , Erddruck und Kräfte, die durch Temperaturänderungen, Trocknen, Schwinden etc. Längenänderungen im Bauteil entstehen lassen. Bauteile , die eingebaut, aber auch wieder entfernt werden können, zählen zu den nichtständigen Lasten, wie z.B Einbaumöbel oder variable Trennwände. Nach dem Eurocode EC 1 werden in der statischen Berechnung nichtständige Lasten mit Q bezeichnet. Im Gegensatz dazu stehen die ständigen Lasten.

Der Begriff Nichtwohngebäude ergibt sich indirekt aus der neugefassten Baunutzungsverordnung (BauNVO ) vom 23.01.1990: Zu den Gebäuden, die nicht Wohngebäude sind, gehören
  • Geschäfts- und Bürogebäude
  • Einzelhandelsbetriebe, Schank- und Speisewirtschaften sowie Betriebe des Beherbergungsgewerbes
  • sonstige Gewerbebetriebe
  • Anlagen für Verwaltungen sowie für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke
  • Gartenbaubetriebe
  • Tankstellen
  • Vergnügungsstätten im Sinne des § 4a Abs. 3 Nr. 2 in den Teilen des Gebiets, die überwiegend durch 
  • gewerbliche Nutzungen geprägt sind"

Die obige Auflistung bezieht sich auf Mischgebiete. In Gewerbegebieten, Industriegebieten und sonstigen Sondergebieten sind grundsätzlich keine Wohngebäude gestattet.


Beim Niedertemperaturkessel wird im Gegensatz zu den früher üblichen Konstant-Temperaturkesseln die Kesseltemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur gesteuert und kann bis auf ca. 40°C abgesenkt werden. Hierdurch wird der Nutzungsgrad gesteigert. Niedertemperaturkessel können Heizwärme wirtschaftlicher bereitstellen. Aus dem Niedertemperaturkessel wurde der Brennwertkessel weiterentwickelt.

Nitrat ist das Salz der Salpetersäure (HNO3). Nitrate (-NO3-) werden als Mineraldünger zur Stickstoffversorgung der Pflanzen im Agrarbereich genutzt. Als leicht wasserlösliche Substanzen werden sie mit dem Niederschlagswasser in Oberflächengewässer und ins Grundwasser transportiert.