Beim Fremdvertrieb (indirekter Absatzweg) werden die Absatzaufgaben auf rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Partnerunternehmen übertragen, wie z.B. Immobilienmakler, Banken und Sparkassen, Versicherungen, Immobilienbörsen u.a.. 

 

Dies ist bei Immobilienunternehmen sinnvoll, deren eigene Vertriebsabteilung nur eingeschränkt das umfangreiche Spektrum der Verkaufsaufgaben wahrnehmen kann. Auch Unternehmen, bei denen die Vertriebskapazitäten voll ausgeschöpft sind, greifen auf einen Fremdvertrieb zurück. 

 
Ein Vorteil dieses Absatzweges ist das „Geben und Nehmen“, das zwischen Immobilien- und Partnerunternehmen besteht. So besitzen Banken und Sparkassen z.B. durch ihre Finanzierungsgeschäfte einen umfangreichen Kundenstamm, der Vorteile für die Distribution von Immobilien versprechen kann. Ein weiterer Vorteil bei der Einschaltung eines Immobilienmaklers ist, dass nur im Falle einer erfolgreichen Vermittlung der Immobilie Kosten anfallen.
 
Die Nachteile sind, dass diese so genannten „Absatzhelfer“ erst zu einem späten Zeitpunkt eingeschaltet werden und dass eine mangelnde Identifizierung mit dem Projekt vorliegt, was in einer Vielzahl von Fällen zu fehlender Exklusivität und Individualität der Vermarktung führt. Außerdem fällt die Informationsgewinnung des direkten Absatzes weg und Informationen müssen zum Teil teuer eingekauft werden.