Das Architektenhonorar ist meist ein bestimmter Prozentsatz der Baukosten und stellt die wesentliche Vergütung des Architekten dar.


Was kostet ein Haus vom Architekten?

 

Um diese Frage beantworten zu können, muss man zuerst verstehen, wozu genau man einen Architekten benötigt und was dessen Aufgabe ist.

Architektenhonorar
Architektenhonorar

Ein Architekt kümmert sich um die gesamte Hausbauplanung inklusive der Konstruktion und Statik. Dabei muss der Architekt nicht nur das Bauprojekt im Blick haben, sondern auch die Umgebung und die Wünsche der Bauherren mit einbeziehen. Den individuellen Vorstellungen des zukünftigen Hausbesitzers sind dabei keine Grenzen gesetzt, solange diese nicht die Statik des Gebäudes gefährden oder das Budget sprengen. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, ein Architektenhaus als Fertighaus bauen zu lassen. 

Welche genauen Kosten entstehen?

Für Architekten gibt es ebenso einen Gebührenordnungskatalog, wie für Ärzte oder Rechtsanwälte. Die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) findet man unter BGBl. I S. 2636. Hier findet man eine detailreiche Auflistung sämtlicher Abrechnungsmöglichkeiten.

Unterschieden werden die Gebührensatzungen danach, welche Leistungen bei dem Architekten gebucht werden und wie schwierig sich die Planung gestaltet. Dafür gibt es entsprechende Honorarzonen, welche zum Beispiel für Einfamilienhäuser in die Klasse III oder IV eingeteilt sind. Natürlich wird auch, je nach Aufwand berechnet. Dazu wird der Mindest-, Mittel- oder Höchstsatz herangezogen. Des Weiteren darf man die anrechenbaren Baukosten nicht außer Acht lassen. Das sind Kosten für die Herstellung des Bauvorhabens, den Umbau oder Modernisierung, ebenso wie Instandhaltung oder Instandsetzung bereits bestehender Objekte. Wichtig hierbei ist, dass alle Maßnahmen den allgemein anerkannten Regeln der Technik und auch den Verwaltungsvorschriften der ortsüblichen Grundlagen zur Kostenermittlung entsprechen.

Hinzu kommen die Ausstattungsmerkmale, die sich nach den verwendeten Materialien beim Rohbau und auch Innenausbau richten. Jeder Bauherr kann für sich selbst entscheiden, welche Materialien beim Rohbau verwendet werden sollen und ob beim Innenausbau der normale Standard, der gehobene Standard oder die luxuriöse Variante bevorzugt wird.

Wie bei so vielen Dingen sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt beim Bau eines eigenen Hauses. Wer ein komplett individuell designtes Haus bei einem Architekten in Auftrag gibt, der sollte schon mit mindestens 800.000 Euro rechnen. Die günstigere Variante, die trotzdem noch vom Architekten geplant ist, wäre ein Fertighaus für rund 400.000 Euro.

Architekten dürfen bis zu 10 % der Hausbausumme je Leistungsphase verlangen. Weiterhin kann ein Architekt ein Erfolgshonorar vereinbaren, wenn die Baukosten nach Fertigstellung des Bauprojektes unterhalb der im Vorfeld angenommenen Kosten liegen. Dann hat der Architekt die Möglichkeit, bis zu 20 % der eingesparten Summe zu berechnen. 

Warum sollte man sich für ein Architektenhaus entscheiden?

Den größten Vorteil bildet dabei die Individualität, durch die das eigene Vorhaben ganz einzigartig bleibt. Außerdem übernimmt der Architekt die Behördengänge für die Baugenehmigung und überwacht jede Phase des Hausbaus. Das erspart den Bauherren jede Menge Arbeit. Man erhält sozusagen ein „Sorglospaket“, bei dem man sich sicher sein kann, dass alles in geregelten Bahnen läuft. 

Für Fragen oder bei Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Gewerken steht der Architekt stets als Ansprechpartner bereit. Er behält alles im Überblick und koordiniert den gesamten Ablauf. Zudem findet er die passenden Lösungen, wenn sich Abläufe verschieben oder verzögern, damit trotz aller eventuellen Widrigkeiten, das Traumhaus pünktlich zum Einzugstermin fertiggestellt ist.

Je weniger Stress der eigene Hausbau macht, desto mehr kann man sich auf die Vorfreude konzentrieren, wann man endlich im eigenen Heim seine Füße auf den Tisch legen kann.

Photo by Daniel McCullough on Unsplash

 

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