Ein Sektionaltor ist ein Tor, das in Sektionen aufgeteilt ist und somit verschiedene Möglichkeiten zum Öffnen bietet.

Sektionaltore kommen als Garagentore zum Einsatz und bestehen aus mehreren waagerechten Einzelelementen, sogenannten Sektionen, die durch Scharniere miteinander verbunden sind. Das Tor lässt sich von unten nach oben schließen, wobei es sich bequem und platzsparend in waagerechter Position unter die Decke der Garage schieben lässt. Möglich ist das durch seitliche Laufrollen, die in Schienen geführt sind. Das Garagen-Sektionaltor wird anders als beispielsweise ein Schwingtor hinter der Öffnung montiert und macht die Durchfahrt breiter. Die Zugfedern sind in der Zarge integriert und verfügen in der Regel über eine Federdurchbruch- und Seilbruchsicherung, wie etwa beim Scheurich Sektionaltor ISO-40. Nach oben hin ermöglichen Sektionaltore mit elektrischem Antrieb mehr Platz und eine volle Durchfahrtshöhe, was insbesondere für hohe Autos, wie Vans oder Geländewagen optimal ist. Auch vor der Garage ist ein Sektionaltor platzsparend und einem Schwingtor vorzuziehen, wenn es keinen Raum zum Öffnen gibt. Es bietet aber ebenso die Möglichkeit einen Zweitwagen in den Garagen-Einfahrt zu parken.


Verwendete Materialien und Oberflächenstruktur
Sektional-Garagentore sind in der Regel aus verzinktem und farbbeschichtetem Stahlblech oder Aluminium gefertigt. Auf der Außenseite der Tore sind je nach Hersteller verschiedene Oberflächenstrukturen möglich. Neben glatten Oberflächen, die auf der Innenseite Standard sind, gibt es auch microprofilierte, sogenannte Stucco- und Woodgrain-Oberflächen. Während es sich bei Stucco um eine raue Oberfläche handelt, ist mit Woodgrain eine Holzstruktur gemeint, die den Sektionen eine Holzoptik verleiht. Diese beiden Oberflächenvarianten haben den Vorteil, dass sie besonders widerstandsfähig und pflegeleicht sind. Auf Sektionaltoren mit Holzstruktur sind durch die waagerechten Maserungen zudem Kratzer nicht sofort erkennbar.

Ausstattungsmerkmale von Sektionaltoren
Neben verschiedenen Farben auf der Außenseite sind Sektionaltore auch mit verschiedenen Sicken-Größen erhältlich, das sind die rinnenförmigen Vertiefungen zwischen den einzelnen Sektionen. Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen zählt jedoch die doppelwandige Isolierung der einzelne Paneele. Der sogenannte U-Wert, mit dem das Maß der Wärmedämmung angegeben wird, liegt bei einem Sektionaltor mit einer Fläche von acht Quadratmetern bei 1,2 Watt pro Quadratmeter pro Kelvin (1,2 W/m²K). Durch die Doppelwandisolierung sind Innen- und Außenseite des Tores zudem thermisch voneinander getrennt, wodurch keine Kältebrücken entstehen. Die Sektionen sind außerdem mit einem Stahlband verstärkt und macht das Tor stabiler. Dadurch, dass auch die Dichtungen innen liegen, werden diese kaum abgenutzt und das Sektionaltor quietscht nicht beim Öffnen und Schließen.

Einbau von Fenster und Schlupftür
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Fenster und andere lichtdurchlässige Elemente in das Sektionaltor zu fräsen und Acrylscheiben und einen Kunststoff- oder Aluminiumrahmen einzusetzen. Auch ein Schlupftür lässt sich in das Sektional-Garagentor einbauen, um einen weiteren Zugangsbereich zur Garage zu schaffen. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Garage über keinen weiteren Eingang verfügt. So gelangen Autobesitzer auch dann in die Garage, wenn sich das Sektionaltor einmal nicht öffnen lässt.