Eine Stuckleiste ist ein ausgeformte längliche mit wiederkehrenden Ornamenten verzierte Leiste zur Verschönerung und/oder Betonung von Ecken, Kanten, Öffnungen (Fenster oder Türen) im Innenbereich (seltener auch im Außenbereich) eines Gebäudes.

Fensterumrandung mit Stuckleisten

Die Fensterumrandung ist ein architektonisches Mittel zur Gestaltung der Außenfassaden und eignet sich hervorragend, um dem Haus einen individuellen Charakter zu verschaffen. Sie wird auch als Fasche bezeichnet und kann aus verschiedenen Materialien bestehen sowie unterschiedlich gestaltet sein. Mit Stuckleisten lassen sich solche Fensterumrandungen auch nachträglich noch realisieren.

Stuckleisten für den Innenbereich

Stuckleisten für den Innenbereich erfüllen keinen praktischen Zweck. Sie sind rein dekorativ und werden nicht nur für Fensterumrandungen, sondern auch für die Verzierung im Innenbereich genutzt. Vor allem in Räumen mit hohen Decken finden Stuckleisten häufig Verwendung. Dort sorgen sie für einen gelungenen Altbau-Charakter. Manchmal sollen sie auch eingesetzt werden, um alten, zerstörten Stuck zu ersetzen. Leisten, die für den Innenbereich gedacht sind, bestehen häufig aus Styropor. Dadurch sind sie besonders leicht, was die Montage deutlich vereinfacht. Darüber hinaus fallen für solche Styropor-Leisten natürlich keine hohen Anschaffungskosten an. Außerdem können Stuckleisten aus Kunststoff oder einem Gemisch aus Kalk, Gips und Zement bestehen. An Stuckleisten, die als Fensterumrandung für die Fassade gedacht sind, werden hingegen ganz besondere Anforderungen gestellt.

Stuckleisten für den Außenbereich

Auch Stuckleisten, die außen an der Fassade zum Einsatz kommen, können aus Styropor bestehen. Besonders wichtig ist, dass sie eine spezielle Beschichtung erhalten. Diese schützt vor äußeren Einflüssen verschiedener Art. Sie trotzt nicht nur Wind und Wetter, sondern sorgt außerdem dafür, dass die Stuckleisten stoßfest werden. Aufgrund ihres Materials können sie anders als Stuckleisten für den Innenbereich dazu dienen, Kältebrücken im Bereich der Fenster zu schließen, sodass sie nicht nur gut aussehen, sondern auch tatsächlich einen praktischen Nutzen haben.

Stuckleisten in verschiedenen Stilrichtungen

Dank einer großen Auswahl an verschiedenen Stuckleisten dürfte es für jeden Architekturstil die passende Lösung geben. Moderne Häuser lassen sich besser mit dezenten Faschen mit klarer Formgebung und zurückhaltendem Dekor verzieren. Ein Altbau kann aber durchaus auch mit Stuckleisten im Jugendstil, Rokoko oder im Barock verschönert werden. Der Jugendstil zeichnet sich durch florale Ornamente aus, während der Barock für seine prunkvolle und überbordende Architektur bekannt ist. Letztendlich kommt es aber immer darauf an, in welcher Epoche das jeweilige Haus erbaut worden ist. Stammt es aus der Zeit des Jugendstils, passen in der Regel auch Leisten in dieser Stilrichtung am besten zur restlichen Architektur. Die meisten Fensterstuck-Leisten präsentieren sich in strahlendem Weiß und passen dadurch zu fast jedem Haus. Andere Farben sind kaum zu bekommen. 

Plastische Designs schaffen besondere Blickfänge

Es ist vor allem die dreidimensionale Beschaffenheit, die Fensterstuck an der Fassade so herausstechen lässt. Die einzelnen Elemente sind unabhängig von der Stilrichtung plastisch gestaltet und heben sich wie ein Relief vom Untergrund ab. Somit schaffen sie eine gut sichtbare Umrandung für das Fenster. Durch abfallende Winkel können besondere optische Effekte erreicht werden. Auch hier sind gestalterisch kaum Grenzen gesetzt.

Fensterstuck selbst montieren

Die raffinierten Fensterstuckleisten sind günstig in der Anschaffung und lassen sich in der Regel selbst montieren, sodass es sich um eine preiswerte Art der Fassadenverzierung handelt. Die Leisten setzen sich aus mehreren Komponenten wie Keilstein, Eckelementen und Seitenteilen zusammen. Diese lassen sich in der Regel ohne große Vorkenntnisse an der Fassade montieren. Bei Fenstern, die sich in den oberen Stockwerken befinden, gestaltet sich die Montage allerdings ein wenig komplizierter. Nicht immer reicht eine Leiter, sodass bisweilen dennoch ein Fachmann mit der Montage beauftragt werden muss. Wer selbst Hand anlegt, geht am besten wie folgt vor:

  • Fensterstuckleisten, Eckelemente und Montagekleber bereitlegen
  • Bereich rund um das Fenster von Schmutz befreien
  • Stuckelemente ausmessen und die Maße auf die Wand übertragen
  • Kleber wird auf der Rückseite der Stuckelemente aufgebracht
  • nun können die Eckelemente verklebt werden
  • es folgt die Montage der Fensterstuckleisten und des Keilsteins
  • überschüssiger Kleber, der aus den Fugen und an den Seiten hervorquillt, sollte zeitnah beseitigt werden
  • Behandlung der Stoßfugen, damit alles wie aus einem Guss wirkt
  • abschließend mit einer lösemittelfreien, umweltfreundlichen Fassadenfarbe streichen

Nachdem alles vollständig getrocknet ist, ist die Montage des Fensterstucks abgeschlossen.

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