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Gips wird aus dem natürlich vorkommenden Gipsstein oder als Nebenprodukt bei industriellen Prozessen gewonnen. Gips ist ein kristallines, biegsames, hoch hygroskopisches, meist farbloses oder weißes Mineral, das aus schwefelsaurem Kalk besteht und nach Anmachen mit Wasser rasch abbindet.

Es wird unterschieden zwischen Stuckgips, Putzgips und Baugipse. Durch verschiedene Brenntemperaturen wird der hohe Anteil an Porenwasser aus dem Mineral getrieben, was für das spätere Abbindeverhalten wichtig ist. Bei Temperaturen um 1.000 Grad Celsius gibt Gipsstein alles Wasser ab. So entsteht Estrichgips für Böden und Mauermörtel. Bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen entwässert Gipsstein nur teilweise, wobei beispielsweise Stuckgips entsteht. Putzgips wird bei höheren Temperaturen hergestellt und versteift langsamer. Da Gips viel Feuchtigkeit aufnimmt und rasch wieder abgeben kann, wird er vor allem im Innenbereich verwendet, wo er ein angenehmes Raumklima schafft. Allerdings verhindert seine hygroskopische Eigenschaft die Verwendung im Nass- oder Außenbereich.

Beschreibung

Gips ist ein Baustoff, der aus Calciumsulfat-Dihydrat hergestellt wird und oft in der Architektur verwendet wird. Er kann in verschiedenen Formen wie Gipskartonplatten, Gipsputz oder Gipsfaserplatten vorkommen. Aufgrund seiner vielseitigen Verarbeitbarkeit und seiner feuerhemmenden Eigenschaften ist Gips ein beliebtes Material in der Baubranche. Durch seine gute Wärmespeicherfähigkeit wird Gips auch zur Regulierung des Raumklimas eingesetzt. Gips kann leicht bearbeitet und modelliert werden, weshalb er oft für dekorative Zwecke wie Stuckaturen verwendet wird. Trotz seiner Vorteile kann Gips bei Kontakt mit Wasser an Festigkeit verlieren, weshalb sein Einsatzbereich sorgfältig abgewogen werden sollte.

Anwendungsbereiche

  • Innenwände
  • Deckenverkleidungen
  • Stuckarbeiten
  • Feuerschutz
  • Trockenbau

Risiken

  • Verminderte Festigkeit bei Kontakt mit Wasser
  • Staubentwicklung beim Schleifen oder Sägen von Gips
  • Übermäßiger Verbrauch von Energie bei der Herstellung von Gipsprodukten

Beispiele

  • Gipskartonplatten als Innenverkleidung
  • Gipsstuckaturen an Decken
  • Gipsputz für glatte Oberflächen

Beispielsätze

  • Innenwände werden oft mit Gips verkleidet.
  • Die Stuckarbeiten an der Decke bestehen aus Gips.
  • Die Maler haben den Gips eine glatte Oberfläche gegeben.
  • Die Architekten verwenden Gips für die Innenraumgestaltung.
  • Die Gipsplatten sind für die Renovierung des Hauses vorgesehen.

Ähnliche Begriffe

Weblinks

Zusammenfassung

Gips ist ein vielseitiges Baumaterial, das in der Architektur für Innenwände, Deckenverkleidungen, Stuckarbeiten und Feuerschutz eingesetzt wird. Trotz seiner positiven Eigenschaften wie Wärmespeicherung und gute Verarbeitbarkeit, sollten die Risiken wie die Verminderung der Festigkeit bei Kontakt mit Wasser berücksichtigt werden. Insgesamt ist Gips ein wichtiger Bestandteil im Bauwesen, der für verschiedene Zwecke verwendet wird.

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