Bitumen ist eine teerähnliche Substanz, die sich in der Natur in langen Zeiträumen durch Verdunsten der leichter siedenden Anteile des Erdöls gebildet hat.  Es wird auch bei der Erdöl-Aufbereitung in Form einer zähen Masse gewonnen.

 

Bitumen ist schwarz, zähflüssig bis hart und kann durch Erwärmen in einen fließenden Zustand gebracht werden. Durch seine biologische Herkunft besteht Bitumen hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff.  Bitumen dient vorrangig der Abdichtung von Bauteilen z.B. von Kelleraußenwänden,  Flachdächern und Fugen , aber auch  als Bindemittel und zur Herstellung von Farben. Man unterscheidet zwischen Heiß- und Kaltbitumen.
Heißbitumen wird direkt an der Baustelle bei etwa 140 Grad Celsius geschmolzen und auf die zu verarbeitende Stelle, beispielsweise zum Verkleben von bituminösen Dachbahnen, aufgebracht. Die Heissverarbeitung steht im Verdacht, durch flüchtige PAK-Stoffe (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) krebserregend (siehe auch Kanzerogenität)  zu wirken. Kaltbitumen wird herstellerseitig durch spezielle Zusätze verflüssigt. Kaltbitumen wird beim Hausbau häufig zur äußeren Abdichtung des Kellermauerwerks auf dem Isolierputz verwendet.