Der Begriff Hobbywerkstatt bezieht sich in der Regel auf eine Mietwerkstatt für Kraftfahrzeugtechnik. Die Hobbywerkstatt kann aber auch ganz allgemein als angemieteter Arbeitsraum eines Handwerkers verstanden werden, in dem seine Geräte, seine Werkzeuge und seine Technik fest untergebracht sind und den er zur Ausübung seines Handwerks nutzt.

Eine dritte Begriffserklärung der Hobbywerkstatt wäre die als Raum zur Ausübung eines handwerklichen Hobbys. In jedem Fall ist die Hobbywerkstatt Teil eines größeren Gebäudes, eigenständiges Gebäude oder ein eigener Gebäudetrakt, der zur Ausübung manueller Arbeit geeignet sein muss. Dafür bedarf es einer ausgewogenen Statik, die auch Erschütterungen und stärkeren Belastungen des Bodens oder der Decke standhält.

An die Hobbywerkstatt im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik werden zudem ganz besondere Anforderungen gestellt. Zur Bearbeitung und Reparatur von Kraftfahrzeugen braucht der Handwerker, egal ob Profi oder Laie, Hebebühnen, Gruben, Lackierkabinen, Schweißgeräte sowie Spezialtüren und Kräne. Auch beim Ausüben aller anderen Handwerke kommen in den meisten Fällen Maschinen zum Einsatz, die Motorengeräusche und damit Lärm verursachen. Staub und Schmutz werden verstärkt entwickelt. Eine Hobbywerkstatt, in welchem Sinne auch immer, sollte deshalb nicht direkt in einem Wohngebiet liegen. Auch wenn sie "nur" zum Ausüben eines Hobbys dient, ist sie idealer Weise von den Wohnräumen separiert. Ein geeigneter Lärmschutz, also Schalldämmung und spezielle Türen und Fenster können dafür sorgen, dass der Lärm nur gedämpft nach außen dringt. Das wiederum erfordert eine spezielle Entlüftungstechnik, damit sich im geschlossenen Raum keine giftigen Dämpfe oder krank machende Staubentwicklung bilden. Die Elektrik einer Hobbywerkstatt muss in jedem Fall sorgfältig und vom Fachmann verlegt sein. Maschinen haben besondere Ansprüche an die Stromversorgung, die über den Energiebedarf normaler Haushaltgeräte hinaus geht. Schon aus Sicherheitsgründen ist deshalb ein stabiles Netz unterputzter Leitungen und speziell gesicherter Steckdosen notwendig.

Eine Hobbywerkstatt ist besten Falls ein größerer Raum mit klarer Struktur. Ausreichend Licht, gegebenenfalls Oberlichter, sorgen für ideale Arbeitsbedingungen. Bei bestimmten Gewerken kann die Arbeit mit Kunstlicht durchgeführt werden. Die Installation einer solchen Beleuchtung muss bei der Planung des Raumes berücksichtigt werden. Eine Hobbywerkstatt braucht weiterhin ausreichend Stellflächen für Regale und Arbeitsflächen und eine gewisse Raumhöhe. Beim Aufstellen von Maschinen muss die tragende Konstruktion an manchen Stellen verstärkt werden. Auch die Wandverkleidung muss den Erfordernissen angepasst sein. Beton ist in vielen Fällen eine gute Wahl. Bei der Arbeit mit Wasser können auch geflieste Wände sinnvoll sein. Bauliche Details der Hobbywerkstatt richten sich ganz nach ihrer Bestimmung und müssen auf die speziell darin ausgeübte Tätigkeit abgestimmt werden. Ein besonderes Augenmerk muss auf die Bauphysik, insbesondere den Brandschutz, gerichtet werden. Beim Ausüben eines Handwerks, und sei es nur als Hobby, ist die Brandgefahr oft erhöht. Nicht nur Maschinen können Funken sprühen und sich entzünden. Auch das Arbeitsmaterial ist oft hoch entzündlich, insbesondere Holz, Papier und manche Kunststoffe. Die Hobbywerkstatt sollte deshalb in brandschutztechnischer Hinsicht von einem Experten geprüft und abgenommen werden. Leicht entzündbare Materialien, Flüssigkeiten und Gefahrstoffe müssen außer Reichweite von möglichen Hitzequellen gelagert werden.

Auch an die hygienischen Standards einer Hobbywerkstatt müssen besondere Maßstäbe angelegt werden. Durch die erhöhte Schmutz- und Staubentwicklung ist ein gut funktionierendes An- und Abwassersystem unabdingbar. Letztlich bedarf es bei jeder Hobbywerkstatt auch der Möglichkeit, Abfälle wie Späne aus Metall oder Holz, aber auch Flüssigkeiten oder Altöl ordnungsgemäß zu entsorgen.