Ein Ausbauhaus oder Mitbauhaus gibt es zum Selbstbau in verschiedenen Ausbaustufen für Bauherren, die gerne viele Eigenleistungen einbringen und Geld sparen wollen. Bei Ausbauhäusern wird in der Regel die komplette Gebäudehülle - Außenwände , Fenster , Haustür und Dach – vom Bauunternehmer erstellt.

Je nach Wunsch des Bauherren können auch weitere Teile, wie Geschossdecken, Treppen und ähnliches vom Bauunternehmer gebaut werden.  Alle restlichen Arbeiten werden vom Bauherren selbst erstellt, wodurch er Gestaltungswünsche individuell umsetzten kann. 

Günstiges Bauen - Das Ausbauhaus

Der Bau eines Hauses erfordert neben der notwendigen Kreditwürdigkeit auch jede Menge Eigenkapital. Nicht jeder ist dazu in der Lage, die hohen Kosten für ein schlüsselfertiges Haus zu stemmen. Dennoch gibt es Alternativen, um nicht auf die eigenen vier Wände verzichten zu müssen. Wir werfen in diesem Artikel einen Blick auf die wichtigsten Punkte, die ein Ausbauhaus zu einer so praktikablen Möglichkeit machen.

Ausbauhaus
Ausbauhaus

Die Chancen der Finanzierung

Wirkt der Bau eines Hauses von außen bereits abgeschlossen, sind noch längst nicht alle Tranchen bezahlt. Denn um die Räume wirklich bewohnbar zu machen, muss noch der Innenausbau erfolgen. Je nach Art der Ausstattung fallen hier weitere Kosten in Höhe von mehreren zehntausend Euro an. Genau diese zusätzliche Belastung ist für viele Bauherren nur noch schwer zu decken, selbst in dieser Phase niedriger Zinsen.

Hier kommen die Vorzüge eines Ausbauhauses ins Spiel, bei dem der Innenausbau nicht direkt an die Baufirma bezahlt wird. Stattdessen kann der Bauherr in unterschiedlichen Stufen wählen, welche Arbeiten er selbst übernehmen möchte. Viele Hersteller bieten diese Option in diesen Tagen an. Dies gilt auch für die beliebten ökologischen Varianten, wie zum Beispiel das Bio-Solar-Haus. Weitere Informationen sind auch auf dieser Seite zu finden.

Die Vorteile beim Ausbauhaus

Doch für wen ist das Ausbauhaus nun besonders geeignet? Typischerweise ziehen Bauherren dieses Modell in Betracht, die selbst über handwerkliche Fähigkeiten verfügen. Wer neben Beruf und Familie noch dazu in der Lage ist Arbeiten selbst zu übernehmen, kann die Kosten auf diese Weise massiv reduzieren. Auch helfende Freunde und Bekannte, die nach Feierabend ihre Fertigkeiten einbringen können, sind auf diese Weise Gold wert. Zum einen müssen also die notwendigen zeitlichen Ressourcen vorhanden sein. Auf der anderen Seite ist es wichtig, über das handwerkliche Geschick zu verfügen, das für einen fachgerechten Ausbau der Räumlichkeiten notwendig ist.

Wie hoch die Ersparnis bei einem Ausbauhaus letztlich ist, hängt von individuellen Faktoren ab. Neben dem Angebot des Herstellers betrifft dies vor allem die aktuellen Wohnkosten. Wer derzeit eine besonders hohe Miete zahlt, die mit dem Einzug in die eigenen vier Wände wegfallen würde, muss sich den nächsten Schritt wohl überlegen. Denn aufgrund der eigenen Übernahme vieler Aufgaben verlängert sich in der Regel die Bauzeit spürbar. Dies kann zu weiteren Monaten, in denen die vorhandenen Wohnkosten gestemmt werden müssen, führen.

Das Bausatzhaus als Alternative

Etwas exotisch mutet auf den ersten Blick die Variante des Bausatzhauses an, die jedoch bei vielen Herstellern noch immer typisch ist. Hier ist es möglich, die Baukosten weiter zu reduzieren, jedoch mit deutlich geringerer Flexibilität. Denn beim Abschluss des Vertrags verpflichtet sich der Käufer dazu, vom Moment der Anlieferung der Bauteile auf der Baustelle selbst Hand anzulegen. Diese sogenannte "Muskelhypothek" bietet dann die Möglichkeit, den Kaufpreis entsprechend zu reduzieren.

Experten raten dazu, den Aufwand dieser beiden Varianten des Hausbaus nicht zu unterschätzen. Wer sich nicht über den zeitlichen Aufwand des Innenausbaus im Klaren ist, oder nicht über genügend helfende Hände verfügt, kann auf diese Weise auf eine Bauruine zusteuern. So wird das Eigenheim entweder über Jahre nicht fertig oder muss sogar unter Wert verkauft werden. Eine genaue Abwägung der Vor- und Nachteile ist daher oberstes Gebot.