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Das Lexikon über Architektur mit zahlreichen Beiträgen (Beispiele): +++ 'Hydraulische Bindemittel', 'Haus im Haus', 'Hofentwässerung'

Hydrophil sind alle Werkstoffe, die Wasser anziehen und aufnehmen.


Hydrophob sind alle Werkstoffe, die wasserabweisend sind.


Hydrophobierung ist eine Wasser abweisende Imprägnierung eines kapillarporigen Untergrundes, wie Mauerwerk, Mörtel und Zementputz. Die Imprägnierungen bestehen  in der Regel  aus Silikonharzen oder Siloxan in organischen Lösungsmitteln. Während die anorganischen Silizium-Anteile für die Haftung am mineralischen Untergrund sorgen, bewirken die angelagerten organischen Bausteine (Methylgruppen) den wasserabweisenden Effekt. Hydrophobierte Flächen lassen Regenwasser abperlen, behindern aber eine Diffusion von Wasserdampf kaum.


Ein Hygrometer (Feuchtemesser) ist ein Instrument, das anhand einer Skala die prozentuale Luftfeuchtigkeit in einem Raum anzeigt.


Baustoffe sind dann hygroskopisch, wenn sie Feuchtigkeit aufsaugen und wieder abgeben, wie z.B. viele Salze (Calciumchlorid), Holz und Gips .

- Hygroskopische Gleichgewichtsfeuchte:

Die hygroskopische Gleichgewichtsfeuchte beschreibt das Verhältnis der umgebenden Luftfeuchte und der im Baustoff gespeicherten Feuchte. Hygroskopische Baustoffe nehmen, je nach äußeren Verhältnissen Luftfeuchtigkeit auf und speichern diese.

 


Hypokausten-Heizungen sind Warmluftheizungen, bei denen die Luft in einem zentralen Heizraum aufgeheizt wird und durch Luftkanäle (Tonrohre, Hohlräume) Wände und Fußböden  durchströmt. Regeln lassen sich die Luftströme durch Schieber. Schon in der Antike haben die Römern Hypokausten-Heizungen als effektive Fußboden- oder auch Wandheizungen in öffentlichen Bädern und Landhäusern eingebaut.