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Das Lexikon über Architektur mit zahlreichen Beiträgen (Beispiele): +++ 'BGF', 'Baumassenzahl', 'Baugrenze'


Ein Baudarlehen oder eine Immobilienfinanzierung werden von Kreditinstituten gestellt, um die Errichtung oder Sanierung eines Gebäudes zu finanzieren. Die Bank benötigt hierfür eine Sicherheit, die der Baudarlehensnehmer in Form von Eigenkapital (in der Regel 10-20 % der Darlehens) oder in Form von bereits erworbener Immobilien geben muss. Das Baudarlehen wird monatlich in Form von Zins- und Tilgungszahlungen an die  Bank zurückgezahlt.  Es können zusätzlich Sondertilgungen vereinbart werden, die je nach finanzieller Lage bezahlt werden können und die bei Inanspruchnahme die Laufzeit des Baudarlehens verkürzen.  

Baufeuchte ist die Bezeichnung für diejenige Feuchte, welche Baustoffe nach der Erstellung des Bauwerks, infolge einer mangelhaften Herstellung, dem Transport der Zwischenlagerung der Baustoffe und wegen des schlecht geschützten Zustandes im Rohbau aufweisen können. 

Nach der Baunutzungsverordnung (BauNVO ) vom 23.1.1990 werden Bauflächen in folgende Untergruppen gegliedert:

Wohnbauflächen W:
  • WS Kleinsiedlungsgebiet
  • WR Reines Wohngebiet
  • WA Allgemeines Wohngebiet
  • WB Besonderes Wohngebiet
Gemischte Bauflächen M:
  • MD Dorfgebiet
  • MI   Mischgebiet
  • MK Kerngebiet
Gewerbliche Bauflächen G:
  • GE Gewerbegebiet
  • GI   Industriegebiet
Sonderbauflächen S:
  • SO Sondergebiete die der Erholung dienen
  • SO Sonstige Sondergebiete

Die Bauflucht, Baukante, Fluchtlinie oder auch Baulinie legt die Lage der Gebäudefassade zur Straßenseite hin fest. Die exakte Lage wird im Bebauungsplan über die amtliche Bauordnung bestimmt. Ziel dieser Bauordnung ist es zumeist eine durchgehende sichtbare Häuserflucht an den Strassen zu erhalten.

 


Das Baugebiet ist das im Flächennutzungsplan und im Bebauungsplan ausgewiesene Gebiet, das bebaut werden darf. In diesen Plänen wird unterschieden zwischen: Kleinsiedlungsgebiete, Reine Wohngebiete, Allgemeine Wohngebiete, Besondere Wohngebiete, Dorfgebiete, Mischgebiete, Kerngebiete, Gewerbegebiete, Industriegebiete und Sondergebiete (BauNVO ).

Eine Baugenehmigung wird von der Bauaufsichtsbehörde erteilt, wenn der Bauantrag (oder der Bauänderungs- oder Abbruchantrag) im Baugenehmigungsverfahren akzeptiert wird. Das ist der Fall, wenn dem Bauvorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen. 
Das Baugesetzbuch (BauGB) ist ein Bundesgesetz, welches das gesamte Baurecht für Stadtbereiche regelt. Hierzu gehört insbesondere die Erstellung und Durchführung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen und alle damit verbundene Verfahrensfragen, die Bauleitplanung , die Bodenordnung, die Enteignung , die Erschließung, die Ermittlung von Grundstückswerten sowie die städtebauliche Sanierung und Entwicklung.


Die Baugrenze ist eine im Bebauungsplan festgelegte Linie, die nicht überbaut werden darf. Die Baugrenze wird im Bebauungsplan als Blaue Linie dargstellt. Gebäude dürfen diese Grenze nicht überschreiten, wobei ein Vortreten von Gebäudeteilen in geringfügigem Ausmaß – je nach Landesbauordnung – zugelassen werden kann. Darüber hinaus können im Bebauungsplan weitere nach Art und Umfang bestimmte Ausnahmen vorgesehen werden (BauNVO ). Baugrenzen werden festgelgt, um die Nachbarn vor übermässiger Bebauung zu schützen, welche Ihnen Licht und Sonne nehmen könnte oder um erhaltenswerte Bäume zu schützen. Die Baugrenze ist nicht identisch mit der Grundstücksgrenze.


Eine Baugrube gehört zur Baustelle und ist eine ausgehobene Vertiefung für die Gründung eines Bauwerks und die Verlegung von Rohrleitungen. Ihre Tiefe richtet sich nach der Geschosshöhe des Kellers. Bei Gebäuden ohne Keller muss die Baugrube bis zur tragfähigen Bodenschicht, mindestens aber bis zur frostfreien Zone reichen. Baugruben unterliegen der Bauüberwachung und Bauzustandsbesichtigung. Entscheidend ist die Standsicherheit der Baugrubenwände.