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Das Lexikon über Architektur mit zahlreichen Beiträgen (Beispiele): +++ 'Geschossflächenzahl', 'Grundflächenzahl', 'Giebel'

(§ 12 GBO). Für jedes Grundbuch wird eine Grundakte geführt. Sie enthält alle Urkunden, die sich auf Grundbucheintragungen beziehen.


Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das beim Grundbuchamt geführt wird und dort auch eingesehen werden kann, soweit berechtigtes Interesse besteht (Grundbucheinsicht). Im Grundbuch ist jedes Grundstück im Bezirk auf einem gesonderten Grundstücksblatt eingetragen. Es besteht aus dem Bestandsverzeichnis und drei sog. Abteilungen.
  • Abteilung I gibt Auskunft über den Eigentümer;
  • Abteilung II über Lasten und Beschränkungen des Eigentums;
  • Abteilung III über eingetragene Grundschulden, Rentenschulden und Hypotheken.
Für jede Eintragung in das Grundbuch bedarf es einer öffentlichen oder öffentlich beglaubigten Urkunde. Letztere werden in der sog. Grundakte abgelegt.


Zu den Aufgaben des Grundbuchamts gehört es, die Grundbücher und die Grundakten zu führen. In den meisten Bundesländern ist das Grundbuchamt das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück gelegen ist, in Baden-Württemberg ist es bei den Gemeinden angesiedelt.

Der Grundbuchauszug ist eine Abschrift aller Eintragungen im Grundbuch . Er wird u.a. benötigt für die Beleihungsprüfung (Beleihungsunterlagen ) sowie vor dem Ankauf einer Immobilie. Voraussetzung für die Anforderungen eines Grundbuchauszugs ist ein berechtigtes Interesse (Grundbucheinsicht).

 


Die Grundbuchordnung (GBO) regelt u.a. die Einrichtung des Grundbuches und die Organisation der Grundbuchamt und enthält Verfahrensvorschriften in Bezug auf Grundbuchangelegenheiten. Grundakte , Grundbucheinsicht.

Die Grundfläche von einem Gebäude ist die Fläche mit der ein Gebäude den Boden berührt. Umgangssprachlich wird auch von "bebauter Fläche" gesprochen.

 


Die im Bebauungsplan festgelegte Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche der Grundstücksfläche bebaut werden darf. Maßgebend für die Berechnung ist die Größe des Grundstücks. Es gibt eine einfache Formel mit der man die zulässige Grundfläche des Gebäudes ermitteln kann: Grundstücksgröße x Grundflächenzahl= zulässige Grundfläche. Ein Beispiel: Das Grundstück hat eine Größe von 1000 m², die Grundflächenzahl beträgt 0,4, dann darf die zulässige Grundfläche des Gebäudes 400 m² betragen. 

grz_grundflaechenzahl_grundflaeche


Die Grundlagenermittlung ist die erste Leistungsphase des § 15 der HOAI. In dieser Phase soll der Architekt sich um die Voraussetzungen zur Lösung der Bauaufgabe kümmern. Die Größe und der grobe Zuschnitt des Gebäudes soll ermittelt werden. 


Der Grundriss ist ein Bauplan, der den unteren Teil eines horizontalen Schnittes durch ein Bauobjekt darstellt. Er wird in der Regel 1 m über dem Fußboden gelegt, damit neben allen Wänden, Stützen und Tür öffnungen auch die Fenster öffnungen sichtbar werden. Neben dem Grundriss gehören weitere Zeichnungen wie Dachaufsicht, Ansicht und Schnitt zu den Bauplänen

grundriss_bauplan_horizontalschnitt

Die Grundstücksteilung oder auch Parzellierung beschreibt die Teilung eines bestehenden Grundstücks. Grundstücksteilungen müssen durch die Bauaufsichtsbehörde genehmigt werden. Erst dann können sie ins Liegenschaftskataster aufgenommen werden.